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„Neue LH Rente Boden“

In Zusammenhang mit der von LH und dem Tarifpartner verdi abgeschlossenen neuen Betriebsrente gibt es vermehrt Rückfragen. Zum besseren Verständnis haben wir die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Die Lufthansa-Beiträge fließen auf das Basiskonto, Ihre Eigenbeiträge auf das Aufbaukonto. Beide Kontostände zusammen ergeben Ihr Versorgungsguthaben der LH Rente Boden.

Das Basiskonto ist standardmäßig im Modell „Sicherheit“, die Lufthansa-Beiträge werden hier in einem Festzinsmodell mit 3,5% verzinst.

ABER im Modell „Sicherheit“ zahlt Lufthansa umstellungsalterabhängige Beiträge. Im neuen Versorgungssystems erhalten Mitarbeiter, die vor dem 01.01.2016 einen unbefristeten Arbeitsvertrag hatten, künftig einen individuellen Lufthansa-Beitrag. Der Beitrag wird so berechnet, dass zusammen mit Ihrem obligatorischen Eigenbeitrag grundsätzlich das Niveau Ihrer bisherigen betrieblichen Altersversorgung erreicht wird, aber auch nicht mehr.

Das heisst, je jünger Sie sind, desto höher ist der LH Beitrag. Mit zunehmendem Alter sinkt er bis auf 3,51% ab (siehe hierzu die ‚Tabellen im Tarifvertrag S. 46-48‘ im Anhang).

Wechseloption für das Basiskonto (LH Beiträge):

Sie können mit dem Basiskonto jederzeit (auch später noch) ins Modell „Chance“ wechseln.

Statt eines individuellen, umstellungsalterabhängigen Lufthansa-Beitrags erhalten Sie dann einen festen monatlichen Beitrag in Höhe von 5,2 %. Ab ca. 50 ist der LH Beitrag im Modell Chance dann höher als im Modell Sicherheit, selbst wenn es keinerlei Verzinsung geben sollte.

Von den 5,2% werden 0,2 % als Risikobeitrag für die Finanzierung der zusätzlichen Absicherung im Erwerbsunfähigkeits- oder Todesfall beiseitegelegt. Der Rest fließt auf das Basiskonto und wird gemäß der Fondsentwicklung verzinst. Sollten Sie keine zusätzliche Risikoabsicherung benötigen, können Sie sich auch entscheiden, den Risikobeitrag abzuwählen und den vollen Beitrag von 5,2 % in Ihr Basiskonto einfließen zu lassen. Dies ist nur im Modell Chance möglich.

Das Aufbaukonto für Ihre Eigenbeiträge ist standardmässig im Modell „Chance“. Der obligatorische Eigenbeitrag beträgt 1%. Für Tarifmitarbeiter, die vor dem 31.12.2015 einen unbefristeten Vertrag hatten, wird der Eigenbeitrag stufenweise eingeführt: Er startet 2016 bei 0,33% und wird bis 2018 auf 1% erhöht. Die Differenz zum vollen Prozent gleicht Lufthansa während der Einführungsphase aus. Zusätzlich können Sie bis zu 3 % Ihrer Bezüge freiwillig als Eigenbetrag einbringen und so Ihre zukünftige Rente weiter erhöhen. Alle Eigenbeträge werden vom Bruttoeinkommen gezahlt und vermindern Ihre Steuerzahlung.

Wecheloption für das Aufbaukonto: Mit dem Aufbaukonto können Sie bis zum 31.03.2017 ins Modell Sicherheit wechseln. Ihre Eigenbeiträge würden dann ebenfalls mit 3,5% verzinst (was bei 1% Eigenbeitrag ca. einen Euro ausmacht)  Eine freiwillige Einzahlung von weiteren Eigenbeiträgen (bis zu 3%) ist dann allerdings nicht mehr möglich

Bitte geben Sie die Informationen gerne an Kollegen weiter und ermuntern Sie Ihre Kollegen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Vor allem für Kollegen über 50 ist ein Wechel ins Modell „Chance“ interessant, für Jüngere kann ein späterer Wechsel interessant sein. Für den Wechsel des Basiskontos ins Model „Chance“ sind Sie an keine Frist gebunden.

Melden Sie sich auch gerne persönlich mit Fragen zur neuen LH Rente Boden.

VG Birgit Rohleder

 

Jürgen Metzner in den Vorstand gewählt!

Auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung standen Vorstandswahlen. Gunter Gomola ist seit ein paar Jahren im wohlverdienten Ruhestand und hat sich daher nicht mehr zur Wahl gestellt. Neu in den Vorstand wurde Jürgen Metzner gewählt. Jürgen Metzner ist seit mehreren Jahren Betriebratsmitglied in der Hauptverwaltung in Köln. Seine Abteilung wechselt nach Frankfurt und damit möchte er seine Erfahrungen auch für die Frankfurter Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung stellen. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Interessensvertretung AT-Mitarbeiter und Mitglied im Wirtschaftsausschuss der Lufthansa AG.
Alle anderen Vorstandsmitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt!

Unser Auftrag. die gemeinsame Zukunft sichern!

Liebe vb’ler, liebe Freunde der vb,

zunächst möchten wir Ihnen sehr herzlich ein gesundes und friedvolles neues Jahr wünschen –und gleichzeitig zurückschauen auf zwölf Monate, die uns allen viel abverlangt haben. Wir möchten  vor allem auf ein Ereignis eingehen, das quasi komprimiert die ganze Tragik und Tragweite der Situation zeigt, in der wir uns befinden. Sie werden es sicher schon erraten haben: es ist der von uns im Betriebsrat Frankfurt Lufthansa AG Boden beschlossene Aufruf zu einer Kundgebung –oder wie es damals hieß, einer „Gegendemo“–gegen den Streik der VC.

Uns ist auch klar, dass mit einer solchen Aktion bei vielen eine Grenze überschritten wurde, die sie eigentlich niemals überschreiten wollten. Wir selbst wollten diese Grenze auch nicht passieren und trotzdem waren und sind wir zutiefst davon überzeugt, dass es in Anbetracht der Situation notwendig und richtig war. Sollte es nötig sein, würden wir dies auch ein weiteres Mal tun –nicht weil uns das Spaß macht, sondern weil wir von der Verantwortung für unsere Arbeitsplätze am Boden getrieben sind, die wir schützen müssen und wollen.

Unsere Aufgabe ist die Verteidigung der Beschäftigten des Bodens, sei es gegen das Management oder gegen überzogene Forderungen einer kleinen Mitarbeitergruppe, der Gruppe der Piloten.

Wir sind der festen Überzeugung, dass sich unsere Lufthansa den veränderten Bedingungen der Luftfahrtbranche annähern muss, um zukunftsfähig zu bleiben. Passiert das nicht bzw. wirken wir hieran nicht konstruktiv mit, besteht die große Gefahr, dass erst unsere Arbeitsplätze und dann die ganze Lufthansa, in ihrer jetzigen Form, verschwindet. Schon viel zu lang hat Lufthansa Chancen zur Besetzung des Low-Cost Marktsegments verstreichen lassen, sei es mit der gescheiterten Lufthansaexpress, der Lufthansa Italia oder der Germanwings.

Nun haben wir mit Eurowings eine neue, vielleicht die allerletzte Chance, uns breit und erfolgreich aufzustellen und damit auch unsere Arbeitsplätze zu guten Bedingungen zu erhalten. Während die Low-Coster wachsen und Marktanteile hinzugewinnen, schauen wir beim Schrumpfen der LH-Classic zu.

Sich eine Meinung zu bilden, einen Standpunkt einzunehmen und diesen dann auch zu vertreten, das ist unser  Verständnis von nachhaltiger Betriebsratsarbeit. Das gilt ausdrücklich auch für Tarifkonflikte anderer Mitarbeitergruppen, denn diese haben weitreichende Auswirkungen auf unsere Arbeitsplätze.  Das heißt im Klartext: das machen wir nicht mit.

Wir stehen auf und verteidigen die Bodenarbeitsplätze, egal gegen wen!

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch aus anderen Geschäftsfeldern und Konzerngesellschaften, sehen das genauso und haben daher in großer Zahl an der Kundgebung teilgenommen – trotz der Verbote der Geschäftsleitung und der Drohungen und Distanzierungen durch einige Betriebsräte und Funktionäre. Anwesend waren viele Kolleginnen und Kollegen aus den administrativen Bereichen, aber auch der Cargo, der Technik, der LSG, der LGBS , der LFT, vieler kleiner Gesellschaften und die gesamte Jugendarbeit-nehmervertretung der Technik Frankfurt, gegen alle Widerstände. Sich nicht  einschüchtern oder von ideologischen Phrasen blenden lassen ist vorbildlich.

Liebe vb’ler: das neue Jahr 2017 wird entscheidend und vielleicht ein entscheidendes Jahr für uns alle. Wenn wir unsere Zukunft selbst gestalten wollen, dürfen wir uns nicht heraushalten. Der Schlüssel für eine gemeinsame Zukunft in unserer Lufthansafamilie heißt aus unserer Sicht: Rechtzeitig erkennen was getan werden muss und dann: anpacken!

Mit herzlichen Grüßen
Rüdiger Fell
1. Vorsitzender der vereinigung boden e.V.